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+32updown
2005-08-03 12:22:00

Heute ist Julia wieder sehr erschöpft und schläft gleich nach der Ankunft und zwei kleinen Pizzas als Mittags- Imbiss ein. Ich habe zuvor versucht, das DI-524-WLAN zu orten, was mir misslang. Bisher habe ich auch keinen „master key“ gefunden, um mich dort kostenfrei ins Internet ein zu wählen. Jedenfalls sind wir anschließend zum einzig öffentlichen Strand in Beirut gefahren. Das Wasser ist hier etwas dreckiger als im Atlantik, vergleichbar mit der Nordsee. Nur die Temperatur des Wassers ist ebenso, dass ein direktes Durchwandern der ersten Wellen bis zum Wasser in Halshöhe unproblematisch ist. Bei den hiesigen Lufttemperaturen wäre eine Abkühlung allerdings sehr willkommen.

Wir lassen uns früher absetzen und machen noch ein paar Fotos und gehen durch unser Viertel.

Abgerissenes Plakat: Hariris Sohn, rechts daneben ich, das Plakat rechts neben meinem Kopf zeigt Hariri, den ermordeten Präsidenten.

Aufgrund der geringen Geldmittel können die Behörden zwar leider den Strand nicht so stark säubern, doch dafür ist der Strandbesuch hier wenigstens kostenfrei. Anschließend spielen wir noch etwas Karten, wobei ich alle paar Sekunden neue Regeln erfinde, denen Julia zustimmt und sie sofort vergisst (sehr praktisch). Irgendwann wird es uns dann zu öde und wir fahren zurück.

Der öffentliche Strand, im Hintergrund Beirut.

Wir machen uns einen Salat, gehen zu einem Süßigkeiten- Laden, vergleichbar mit dem libanesischen Süßigkeiten- Laden in der Nähe des Berliner Tor in Hamburg. Mit den Süßigkeiten – verschiedenen, kleinen Teiggebäcken mit viel Zucker und Butter – gehen wir zur Corniche, der Strandpromenade von Beirut. Dort verkaufen Libanesen aus Bauchläden und kleinen Wagen Maiskolben, geröstete Nüsse, Schischahs (Wasserpfeife) und leuchtende Stäbe. Ab und zu werden wir von kleinen libanesischen Jungs angesprochen, ob wir Rosen kaufen wollen. Süßigkeiten als Gabe lehnen sie ab, vermutlich werden sie dabei beobachtet.

Anschließend holen wir die Wäsche aus der Waschmaschine, leider ist aufgrund des Wassermangels eine Überdosis an Waschpulver fühl- und riechbar.