

Heute, frisch und ausgeschlafen, fahren wir – Feras, seine Schwester, Giovanni, Julia und ich – zu Feras Eltern ins Land und besuchen vorher noch eine Freundin von ihm, welche für längere Zeit in New York bleibt. Wir fahren mit dem Jeep seiner Eltern in die Berge und schauen uns vorher noch eine römische Ruine und anschließend ein altes osmanisches Dorf, gebaut nach römischem Vorbild, an. Dort sehen wir nicht nur alte Torbögen und Bäder, sondern auch schöne Mosaike.


Nun geht’s weiter in ein libanesisches Restaurant.
Bei Feras’ Freundin in einem entlegenen Dorf angelangt essen wir zunächst ein Stück Kuchen, bevor uns der Katzen- und Hundezoo der Familie gezeigt wird. Mindestens 30 Katzen leben hier mit im Haus und es werden kleine Katzen „herumgereicht“. Nach ein wenig Unterhaltung fahren wir zurück zur Hauptstraße und nehmen Kurs in Richtung Feras’ Eltern auf.


Das Haus seiner Eltern ist mittelständisch und damit untypisch für den Libanon. Zwar haben auch Feras’ Eltern eine Putzfrau aus Sri Lanka – was hier üblich ist und als Statusobjekt gilt – doch ist es insgesamt eher wie ein mecklenburgisches, stilvolles Landhaus, denn wie eine Villa eingerichtet. Sein Vater ist Arabischlehrer und seine Mutter Philosophielehrerin. Sie kennt Kant, Fichte und viele andere und erklärt und die Lebensweise der Drusen, zu denen die Familie gehört. Sie stellt einen Vergleich zwischen der Mentalität der Drusen mit der Rationalitätsphilosophie Kants an – auch wenn dies etwas gewagt ist. Die Mutter ist sehr zäh, emanzipiert und intelligent. Wir müssen die sehr interessanten Gespräche vorzeitig abbrechen, um noch rechtzeitig zu den Meteoritenschauern möchten, welche für die Zeit zwischen 10 und 11 Uhr angekündigt sind. Also fahren wir auf den Berg hinauf und sehen ein paar Sternschnuppen, genießen den fantastischen Ausblick und schießen ein paar Fotos.
Nach der an den Kräften zehrenden Tour fahren wir nach Beirut zurück.