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-12updown
2005-08-08 12:22:00

Da wir kein Essen mehr haben, mache ich mir ein Brot mit vegetarischer Currywurst, nachher muss ich wohl noch einmal in den Supermarkt. Nachdem Julia vom Arabischkurs zurückgekommen ist, fahren wir ins Bar- Viertel Aschrafieh. Wie viele Taxifahrer, hat unser keine Ahnung, wo er hinfahren soll oder versteht uns nicht. Außerdem hat er seinen Geschwindigkeitsanzeiger deaktiviert. Dann tut das Rasen nicht so weh. In dem christlichen Viertel Aschrafieh angekommen suchen wir eine Bar, die nach Angaben des Reiseführers nachmittags Jazz spielt. Dies ist zwar heute nicht der Fall, doch die Baguetten sind sehr lecker.

(Der Barkeeper vom „Torino Express“, er sprach sogar etwas Deutsch)

Julia zeigt mir eine arabische Zeitung und erklärt mir den Unterschied zwischen den verschiedenen Möglichkeiten der Schrift im Arabischen. Anschließend spielen wir Vier-Gewinnt und Stadt-Land-Fluss.

Julia fährt weiter zu ihrem Libanesischkurs und ich fahre wieder zurück. Wieder hier angekommen mache ich mich an die Sicherung Julias Dateien per USB- Stick auf Sonias Laptop um die Dateien dort auf CD zu brennen. Denn Julias Computer ist etwas überfüllt…

Danach kaufe ich ein und warte auf Julias Ankunft. Wie immer wenn sie ihren Libanesisch- Kurs gehabt hat, ist sie sehr erschöpft. Feras macht sich ein paar Pasta (Spaghetti mit Pfefferminzquark), hat keinen Hunger mehr und ich esse diese auf. Danach gibt’s noch einen Obstquark.

Der heutige Tag war ein Pendant zum hektischen libanesischen Leben und ein Ausgleich. Das gehört zu Ferien ja auch dazu. Wie so oft haben sich auch unsere Pläne geändert und wir fahren nicht nur nicht nach Damaskus, sondern auch das Zelten in den Bergen fällt leider aus, da Osama (derjenige, der uns einlud) zu einer Hochzeit muss – warum dieser Termin so kurzfristig entstanden ist weiß niemand. Morgen soll es jedenfalls ein „intellektuelles Abendbrot“ geben, wo wir ein paar anspruchsvolle Freunde einladen werden. Vermutlich werden aber aufgrund sprachlicher Schwierigkeiten keine tiefgehenden Diskussionen stattfinden. Sowieso kommen viele aus sehr verschiedenen Bereichen, meist Geisteswissenschaftler in Richtung Politik und Islamwissenschaften, teils Ingenieure, Studenten der BWL oder Kunst.

Von meinem selbst gesetzten Budget von 300 Dollar sind jetzt noch gut 50 übrig. Für zwei Wochen ist das ganz gut kalkuliert, allerdings Souvenirs inklusive und Unterkunft exklusive – als Information für diejenigen, die vielleicht auch einmal in diese Region reisen wollen.