Heute morgen dominierten mal wieder deutsche Themen den Frühstückstisch. Allerdings nicht auf die Sprache, sondern auf die Inhalte bezogen. Und zwar ging es um "unbekannte Helden des zweiten Weltkriegs". Das ganze wurde von einem schwedischen Geschichts-Studenten initiiert, der aus dem Nähkästchen über seine Dritte-Reich-Recherchen geplaudert hat. Erzählungen die mich in ihrer Dramaturgie und vermuteten Realitätsferne stark an die Vorträge eines ehemaligen Lehrers erinnern. Jedenfalls gab es viel Historisches zu erfahren, mit dem Schwerpunkt der Herzlichkeit einzelner Kämpfer im zweiten Weltkrieg. Zum Beispiel SS-Soldaten, die dänischen Fliegerpiloten aus dem Flugzeug geholfen haben und sowas. Der Student sieht übrigens auch so aus, als käme er aus der Zeit.
Heute Mittag konnte ich mich erneut von der hervorragenden Qualität der Kantine überzeugen, nachdem ich dem Master-Begrüßungs-Vortrag beigewohnt habe. Ich muss nun klären, wie mir die Stunden hier in Deutschland angerechnet werden. Beim Mittagessen habe ich dann noch einen sehr gläubigen Christen getroffen, mit dem ich über die Grundlagen der Moral und Religion diskutiert habe, wenngleich etwas oberflächlich, weil mir noch ein paar Vokabeln fehlen. Ein Muttersprachäquivalent wird Englisch glaube ich ohnehin in einem Jahr nicht. Mir wurde empfohlen, an der Suppenküchen-Vereinigung für die Obdachlosen teilzunehmen.
Anschließend habe ich die Schwimmeinrichtung getestet, welche sehr modern ist.